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Harley: Über 100 Jahre alt
29.04.09 13:20

Die Geschichte von Harley-Davidson

1903 bauten William Harley und sein Kumpel Arthur Davidson in einem Hinterhof in Milwaukee ihr erstes Motorrad zusammen und nannten es Harley-Davidson. 100 Jahre später beschäftigt H.D. tausende von Arbeiter und macht 5 Milliarden Dollar Umsatz. Wir haben euch die komplette Geschichte dazu. Text und Übersetzung: Harley-Davidson Deutschland, Fotos: Harley-Davidson USA.

Die Geschichte von Harley-Davidson – Jahr für Jahr in einer Kurzfassung

1903 

In Milwaukee vollenden der technische Zeichner Bill Harley sowie die Brüder Arthur und Walter Davidson ihr erstes fahrtüchtiges Motorrad, einen Einzylinder mit Riemenantrieb. Wie damals üblich ohne Kupplung, Getriebe, Bremsen und ohne Federung. Die „Produktion“ läuft jeweils nach Feierabend und am Wochenende in einem Schuppen in der 38. Straße von Milwaukee, Wisconsin, auf den die drei Pioniere „Harley-Davidson Motor Co.“ gepinselt haben. Die Jahresproduktion beträgt drei Bikes.

Der legendäre H.D.-Schuppen:

Die erste Harley-Davidson verfügt über einen Einzylinder-Motor, der das Hinterrad über einen Riemen antreibt:

1905 

Die junge Firma zieht in ein größeres, zweigeschossiges Holzgebäude. Gleichzeitig wird die Harley-Davidson konstruktiv systematisch verbessert. Nach und nach geben die Bastler ihre alten Berufe auf, und Bill Harley beginnt ein Studium der Ingenieurswissenschaften.

Das zweigeschossiges Holzgebäude:

1906 

Die Harley-Davidson wird ab jetzt nicht mehr schwarz, sondern grau lackiert, was ihr – zusammen mit dem geräuscharmen Motorlauf – den werbewirksamen Spitznamen „Silent Grey Fellow“ (leiser grauer Kamerad) einbringt.

Auch bei den örtlichen Ranchern findet die Silent Grey Fellow viel Anklang:

1907 

Der Werkzeugmacher William Davidson schließt sich den drei Pionieren an. Am 17. September wird die „Harley-Davidson Motor Company Inc.“ gegründet. Jahresproduktion: 150 Motorräder.

v.l: Arthur Davidson, Walter Davidson, William Harley und William Davidson:

1908 

Walter Davidson gewinnt auf einer Harley-Davidson das Langstreckenrennen von New York – ein Beweis für die hohe Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Maschine.

Walter Davidson und seine Langstreckenharley:

1909 

Der erste V-Twin – konstruiert von William Harley – ist serienreif: Das Modell „61“ verlässt die erneut vergrößerte Fabrik, in der inzwischen 35 Angestellte arbeiten, die in diesem Jahr 1.149 Motorräder fertigstellen. Das Modell „61“, benannt nach seinem Hubraum von 61 cubic inch, ist das erste Harley-Davidson Motorrad mit dem bis heute typischen 45°-V2-Motor. Jahresproduktion: 1.149 Motorräder.

Harley-Milestone: erster Harley-V-Twin:

1911 

Der V2, den es bald wahlweise mit 870 Kubikzentimetern oder mit 1.000 Kubikzentimetern Hubraum gibt, lässt seine Erbauer nicht ruhen. Der nun mit Kupplung, Kettenantrieb und mechanisch gesteuerten Einlassventilen aufgewertete „Big Twin“ (V2 mit großem Hubraum) kann es technisch mit allen Konkurrenten aufnehmen. Die Jahresproduktion steigt auf 5.625 Motorräder.

Harley-Milestone: Erster wechselgesteuerter V-Twin von Harley:

Zuverlässigkeit gehört in der Motorradwerbung zu einem der grössten Pluspunkte:

1912: Bau des neuen Harley-Gebäudes in Milwaukee:

1913 

Die Motor Company verkündet, dass eines ihrer einzylindrigen Erstlingswerke bei fünf Besitzern insgesamt problemlose 100.000 Meilen zurückgelegt hat und der Motor immer noch in den ersten Lagern läuft. In England wird die erste europäische Niederlassung eröffnet. Das Unternehmen steigt zudem werksseitig in den Motorsport ein. Jahrespro­duktion: 12.904 Einheiten.

1916: das Harley-Fabrikgelände:

1916  

Die erste Ausgabe von „The Enthusiast“, der ersten Motorrad-Werkspublikation der Welt, erscheint.

1916: erste Harley-Rennmaschin mit 4 Ventilen pro Zylinder:

1917 

Jedes dritte Motorrad verlässt das Werk als Militärmaschine.

1920 

In der Juneau Avenue entsteht eine neue Fabrik. Mit 28.980 verkauften Motorrädern und mehr als 2.000 Mitarbeitern ist Harley-Davidson größter Motorradhersteller der Welt. Die Firma exportiert in 67 Länder, und „The Enthusiast“ erreicht eine Auflage von 50.000 Exem­plaren. Harley-Davidson investiert massiv in den Rennsport.

Der grösste Motorradhersteller der Welt:

1922 

Der wachsende Wohlstand der Bevölkerung stürzt die Motorradbranche in die Krise – das Zweirad ist als Nutzfahrzeug nicht mehr gefragt. Den Verdrängungswettbewerb unter den Herstellern übersteht Harley-Davidson nicht zuletzt dank des neuen 1200 Kubikzentimeter großen Modells „74“.

Harleys-Dirt-Track-Geburtsstunde? Joe Petrali 1925 auf der Harley-Rennmaschine:

1929 

Die Weltwirtschaftskrise meistert die Motor Company mit einem strengen Sparkurs, einer straffen Händlerpolitik und einem konsequenten Management. Fortan wird das Motorrad als Luxus- und Freizeitgerät vermarktet, die Modell­palette technisch wie optisch aufge­wertet. Zudem erscheint die „45“ mit einem seitengesteuerten 750 Kubikzentimeter großen Motor. Wegen des bauartbedingt flachen Zylinderkopfs werden die Modelle schon bald „Flathead“ (Flachkopf) genannt.

Harley-Milestone: Flathead:

1925: seit 1908 zählen die Polizeikorps in den USA zum festen Kundenstamm:

1930

Den „Flathead“ gibt es nun auch als Big Twin. Zahlreiche Verbesserungen wie etwa eine von Hand einstellbare Gabelfeder, Leuchtanzeigen für Ladestrom und Öldruck, eine leis­tungsstärkere Batterie, Aluminiumkolben und manches mehr – fließen in der Folgezeit in die Produktion ein.

Joe Petrali mit dem Hillclimber. Man beachte die Ketten am Hinterrad!

1932

Vom kleinen Twin angetrieben erweist sich das dreirädrige „Servi Car“ als erfolgreiches Liefer- und Polizeifahrzeug.

1934

Ab jetzt fertigt die Firma nur noch V2-Modelle.

1936

Neben einem neuen seitengesteuerten V-Twin mit 30 PS Leistung und gewaltigen 80 Cubic Inch Hubraum (1340 Kubikzentimeter) erscheint ein weiterer neuer Motor, den man wegen seiner Zylinderköpfe, die an die Knöchel einer Faust erinnern, „Knucklehead“ nennt. Er leistet 36 PS und beschleunigt das Motorrad auf bemerkenswerte 145 km/h.

Harley-Milestone: Knucklehead-Motor:

 Die erste produzierte Knucklehead:

 

1936er-Knucklehead:

1937

William Davidson stirbt nach kurzer Krankheit. Seine Nachfolge als Produktionschef tritt Bill Ottaway an.

Joe Petrali auf der Racer-Knucklehead 1937:

Die 30er-Jahre...als der Krieg noch weit weg schien. Ausflug mit der Knucklehead:

1940: Harley beim Hillclimbing-Wettbewerb:

1941

Die USA treten in den Zweiten Weltkrieg ein. Das Werk produziert während der Kriegsjahre anstelle der Zivilmodelle fast 100.000 Militärmaschinen.

1942

Walter Davidson stirbt. Sein Nachfolger ist William Davidson jun.

Den kennt man: Clark "vom Winde verweht" Gable auf dem Cover des Enthusiast:

Auch die Frauen lernen nun die Vorzüge der Harley langsam kennen. Dame auf Flathead:

1943

William „Bill“ Harley, der geistige „Vater“ der ersten Harley-Davidson, erleidet einen tödlichen Herzanfall. Zunächst wird Bill Ottaway sein Nachfolger, später sein Sohn William J. Harley.

1942er WLA-Armeemaschine:

1947

Der Standort Capitol Drive entsteht.

1948

Ein neues ohv-Triebwerk ersetzt den Knucklehead Motor. Es erhält bald den Spitznamen „Panhead“, weil die Zylinderkopfdeckel an umgedrehte Pfannen erinnern. Die Jahresproduktion erreicht 31.136 Maschinen.

Harley-Milestone: Panhead-Motor:

1948er FL Panhead:

1949

Eine hydraulische Telegabel ersetzt bei den Panhead Typen die Springergabel. Die Maschine erhält den Namen „Hydra Glide“.

Ein Pärchen auf einer 1949er Panhead Hydra Glide.

1950

Arthur Davidson kommt bei einem Autounfall ums Leben. Seine Nachfolge als Vertriebschef tritt sein Neffe Walter Davidson jun. an. Die Spätfolgen des Krieges, zusammengebrochene Exportmärkte und die starke Konkurrenz ausländischer Produkte machen Harley-Davidson das Überleben schwer.

1953

Der Hersteller Indian schließt die Tore, Harley-Davidson verbleibt als letzter ameri­kanischer Motorradproduzent.

1956: Auch Elvis Presley fährt nun Harley:

1957

Die erste „Sportster“, Typkürzel XL, erscheint – mit modernem Fahrwerk, Telegabel und Federbeinen sowie einem 883 Kubikzentimeter großen ohv-Motor, der 55 PS leistet.

Harley-Milestone: Sportster-Motor:

Da war die Welt offenbar noch in Ordnung: 1957er Sportster:

1957: Reynolds Duo Glide mit Jack Pine:

1958

Die bis dahin mit ungefedertem Hinterrad gelieferte Hydra Glide erhält eine hydraulisch gedämpfte Hinterrad-Federung und heißt fortan „Duo Glide“.

1958er FLH Duo Glide customized:

1960

Harley-Davidson erwirbt fünfzig Prozent der Anteile des italienischen Motorradunternehmens Aermacchi.

Ein Roller von Aermacchi aus jener Zeit:

1965

Harley-Davidson wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Duo Glide erhält einen elektrischen Anlasser, heißt jetzt „Electra Glide“ und wird zum Inbegriff der komfortablen Tourer.

1965er FLH Electra Glide:

1966  

in neuer, leistungsfähigerer ohv-V-Twin ersetzt den Panhead Motor. Die neuen Zylinderkopfdeckel erinnern jetzt an das umgedrehte Blatt einer Schaufel, weshalb der neue Motor bald „Shovelhead“ genannt wird. Die Jahresproduktion: 36.310 Motorräder.

Harley-Milestone: Shovelhead-Motor:

1969

Harley-Davidson wird von der American Machine and Foundry Company (AMF), einem großen Mischkonzern, übernommen, der massiv in das Unternehmen investiert.

1971

William Harley jun. stirbt, und Walter Davidson verlässt das Unternehmen. Designer William „Willie G.“ Davidson, Enkel des Firmengründers William Davidson, entwickelt als Synthese aus Sportster und Electra Glide die „Super Glide“. Sie begründet die Baureihe der „Factory Custom“-Motorräder, mit der sich Harley-Davidson auch den Kunden der Chopper-Szene zuwendet.

1971er FX Super Glide:

1972

Von Beginn an dominiert die neue Rennmaschine „XR 750“ die amerikanische Dirt Track Szene.

1973

Dick O’Brien wird der erste Präsident von Harley-Davidson, der nicht aus einer der Gründerfamilien stammt. Willie G. Davidson ist als letztes Mitglied einer der Gründerfamilien noch in der Company aktiv. Jahresproduktion: 70.903 Motorräder. Die Produktion im neuen Werk in York, Pennsylvania, startet.

1975: für den Dirt Track gerüstete XR 750:

Sportlichste Sportster: 1977er XLCR Cafe Racer:

1977

Die erste „Low Rider“ erscheint, und in den Folgejahren debütieren „Fat Bob“, „Wide Glide“ und „Sturgis“. Der Hubraum der großen Twins wächst wieder auf 1340 Kubikzentimeter. Die Verkaufszahlen steigen, aber weil AMF nicht in erster Linie ein Motorrad-Unternehmen ist, kommt es immer wieder zu folgenschweren Fehlentscheidungen, und AMF verliert zusehends das Interesse an Harley-Davidson.

1979er FXEF Fat Bob:

1980er FXB Sturgis:

1980er FLT Tour Glide:

1981

Eine Gruppe von Harley Top-Managern um Vaughn Beals kauft „ihre“ Firma mit Hilfe eines Bankenkonsortiums für 80 Millionen US-Dollar von AMF. Das Unternehmen hat mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil der Motorrad-Boom abflaut.

Das neue Mangement:

1983

Die Harley Owners Group H.O.G. wird gegründet und avanciert innerhalb weniger Jahre zur größten von einem Motorradhersteller unterstützten Kundenvereinigung der Welt.

1984

Harley-Davidson präsentiert den „Evolution“ Motor, einen Voll-Aluminium-V2, der den Shovelhead ablöst und nach und nach in alle Big Twin Modelle eingebaut wird.

Harley-Milestone: Evolution-Motor:

1985

Die Motor Company geht ein zweites Mal an die Börse. Die Harley-Davidson Aktien gelten von Anfang an als ausgesprochen attraktive und sichere Kapitalanlage.

1986er FLSTC Heritage Softail customized:

1988

Die Neukonstruktion der klassischen Springergabel fasziniert die Fans.

1988er FXSTS Springer Softail mit Retro-Springergabel:

1990

Harley-Davidson führt die „Fat Boy“ ein, den Grundstein für eine neue Motorradart: den „Cruiser“.

1990er FLSTF Fat Boy:

1991

Mit der „Dyna Glide Sturgis“ debütiert das erste Modell der „Dyna“ Baureihe mit äußerst fahrstabilem Rahmen. Der Kurswert der Harley-Davidson Aktie hat sich verzehnfacht.

1991er FXDB Dyna Glide Sturgis:

1994

Die erste „Road King“ betritt die Bühne. Die zweimillionste Harley-Davidson rollt vom Band. Jahresproduktion: 95.811 Motorräder.

Harleys Rennmaschine 1994: VR 1000:

1995

Mit 105.104 Einheiten überschreitet die Motorradproduktion erstmals die magische 100.000er-Grenze.

Was braucht der Fahrer einer 1995er-FLSTN Heritage Softail mehr als ein paar Jeans und ein Hemd?:

1996

Harley-Davidson erwirbt 49 Prozent an der Firma Buell, die sportliche Motorräder mit Harley-Davidson Motoren herstellt.

1997

Das „Willie G. Davidson Product Development Center” in Wauwatosa, Wisconsin, wird eingeweiht. Die Jahresproduktion erreicht 132.285 Motorräder.

Product Development Center:

1997er FXDWG Dyna Wide Glide:

1998

In Kansas City, Missouri, eröffnet Harley-Davidson eine neue Fabrik. Die Motor Company erwirbt die Aktienmehrheit bei Buell.

1999

Harley-Davidson führt den neuen Big Twin Motor „Twin Cam 88“ mit 1450 Kubikzentimetern und zwei Nockenwellen ein. Er treibt alle Dyna und Touring Modelle an. Die Jahresproduktion beträgt mehr als 177.000 Motorräder.

Harley-Milestone: Twin Cam 88-Motor:

1999er FXSTB Night Train:

2000

Auf der Basis des Twin Cam 88 präsentiert Harley-Davidson den „Twin Cam 88B“ mit Aus­gleichswellen. Er dient als Kraftquelle der neuen Softail Generation, die außerdem mit neuem Rahmen und neuen Bremsen aufwartet.

2001

Harley-Davidson Motorräder erhalten eine elektronische Wegfahrsperre. 234.461 Harley-Davidson und 9.925 Buell verlassen die Werkshallen.

Die Harley XL 883 Sportster aus dem Jahre 2001:

2002

Harley-Davidson präsentiert das erste Modell der neuen „VRSC“ Baureihe, die „V-Rod“. Ihr „Revolution“ getaufter, flüssigkeitsgekühlter 60°-V2-Motor mit vier obenliegenden Nocken­wellen stammt aus der Superbike-Werksrennmaschine VR 1000 und wurde von Porsche zur Serienreife gebracht. Mit modernster Technologie setzt der neue V-Twin ebenso Maßstäbe wie das unvergleichliche Styling, für das Willie G. Davidson verantwortlich zeichnet.

Harley-Milestone: Revolution-Motor:

V-Rod:

2003er FLHTCI Electra Glide Classic:

2003

Harley-Davidson präsentiert sämtliche Typen als exklusive Jubiläumsmodelle und feiert seinen hundertsten Geburtstag auf dem ganzen Globus. Die „Open Road Tour“, eine mobile Mega-Fete mit zwei Musik-Bühnen und drei großen Event-Bereichen macht innerhalb eines Jahres in Amerika, Australien, Japan und Europa Station. Abschließend steigt im August in Milwaukee eine Party der Superlative:

2004

Die brandneue Sportster Baureihe debütiert – mit neuem Fahrwerk und stark überar­beiteten Evolution Motoren.

2005

Neben sieben neuen Serienmodellen präsentiert Harley-Davidson das Sondermodell 15th Anniversary Limited Edition Fat Boy zum Jubiläum des beliebten Cruisers.

2006

Harley-Davidson präsentiert die zweite Generation der Dyna Modellreihe. Sie verfügt nun unter anderem über einen noch stärkeren Motor, einen neuen Rahmen, eine neue Tele­gabel sowie ein neues „Cruise Drive“ Sechsganggetriebe. Zu den Stars dieser Modellfamilie zählt die neue „Street Bob“. Als Hommage an die 1971er Super Glide erscheint die auf 3.500 Exemplare limitierte Special-Edition „Dyna 35th Anniversary Super Glide“. Auf der Fachmesse INTERMOT stellt die Motor Company den Prototyp „XR 1200“ vor, dessen sportives Design an den legendären Dirt Track Racer XR 750 anknüpft.

2007

Harley-Davidson präsentiert den Nachfolger des Twin Cam 88 Motors in den Versionen „Twin Cam 96“ (ohne Ausgleichswellen) und „Twin Cam 96B“ (mit Ausgleichswellen). Dabei handelt es sich um einen neukonstruierten luftgekühlten 45 Grad Big Twin mit 1584 Kubikzentimetern Hubraum. Zu den konstruktiven Highlights zählt das aktive Ansaug- und Auspuffsystem, das mit einem Magnetschalter im Ansaugtrakt und einer Klappe im Auspuff arbeitet, die je nach Vorgaben des Getriebes und der elektronischen Motorsteuerung zusätzliches Volumen in den beiden Bereichen zuschalten oder abkoppeln. Es trägt zu einer Steigerung von Leis­tung und Drehmoment bei, sorgt für eine klare Unterschreitung der europäischen Emissions­grenzwerte und wartet zugleich mit einem beeindruckenden V2-Sound auf.

Harley-Milestone: Twin Cam 96-Motor:

In allen Versionen wird der neue V-Twin mit dem Sechsganggetriebe Cruise Drive verbunden, das dank seines lang übersetzten sechsten Gangs für eine Reduzierung des Drehzahlniveaus sorgt. Die „Night Rod Special“ sowie die „Softail Custom“ debütieren und die „Fat Boy“ erhält einen 200er Pneu am Heck. Die Sportster Typen erhalten eine sequentielle elektronisch geregelte Einspritzanlage.

2008

Sechs neue Modelle nehmen Asphalt unter die Räder. Die Softail Baureihe wird durch die radi­kalen und langgestreckten Factory-Custom-Bikes „Softail Rocker“ und „Softail Rocker C“ mit mitschwingendem Heckfender sowie durch die „Softail Cross Bones“ mit Springergabel im Old-Style-Look bereichert. Der vierte Neuzugang hört auf den Namen „Fat Bob“ und ist ein besonders charakterstarkes Mitglied der Dyna Modellfamilie. Bei dem fünften Newcomer handelt es sich um die „Nightster“, eine faszinierende und aufs Wesentliche reduzierte Neo-Retro Sportster.

2008 kommt die FLSTSB Cross Bones mit chrakteristischer Springer-Gabel:

Last but not least ist 2008 das Debütjahr der „XR 1200“, einer sportlichen und dynamischen Maschine im Look der erfolgreichen Harley-Davidson Dirt Track Rennmaschinen. Zusätzlich feiert Harley-Davidson seinen 105. Geburtstag mit acht limitierten und nummerierten Sonder­modellen, die über exklusive Jubiläumsfeatures verfügen.

XR 1200:

2008: die komplette, im Kauf erhältliche Harley-Davidson Modellpalette mit grossen Fotos


 
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