Sport

Supermoto-SM Lignières NE

Druck als Fehlerquelle


 

31.08.2010 00:00

Newcomer machen auf dem Weg zum Meistertitel Fehler, unter Druck sowieso! Scheiwiller musste gewinnen, um seine Chancen im Titelkampf zu wahren, doch der Druck war zu gross.


Der Sieg im nicht existenten Best-Trick-Contest geht an Prestige-Pilot Andi Marti – schade, dass der Stellenwert der Show stetig sinkt! Bild: Pixelplus
Einfach haben es die aufstrebenden Supermoto-Fahrer in der Schweiz nicht! Starke ausländische Piloten mischen das nationale Spitzenfeld auf. Dazu gilt es, sich gegen diverse, mehrfach gekürte Schweizer Meister aus der ­Supermoto- und Motocross-Szene zu behaupten. Ausnahmekönner Cyrill Scheiwiller (Yamaha) hat es mit 18 Jahren dennoch geschafft, sich nach dem Youngster- und dem Rookie-Meistertitel auch lange an der Spitze der Prestige-Klasse zu behaupten. Obwohl die Schweizer Meisterschaft derzeit von starken Ausländern überrollt wird und kein Geringerer als der Meister von Frankreich, Spanien und den USA Druck machte, war Scheiwiller über zehn Rennen als SM-Leader der Königsklasse auf Titelkurs. In Bettwil AG zeigte der Jüngling aber Nerven und verlor wegen eines Frühstarts die SM-Führung (Bericht in MSS 17/2010). Auf der permanenten Rundstrecke von Lignières NE galt es, diesen Fehler wieder auszubügeln!

Im Einzelzeitfahren der schnellsten Fünf um die Poleposition zeigt Scheiwiller mit der Bestzeit vor Sylvain Bidart, dem 15-fachen Meister Philippe Du­pasquier (KTM), dem Franzosen Eddy Petard (Kawasaki) und dem fünffachen Meister Marcel Götz (Kawasaki), dass er alle schlagen kann.


Scheiwiller muss gewinnen!
Routinier Bidart rechnet sich mit Startplatz 2 aufgrund der besseren Linie in der ersten Kurve aber fast noch grössere Chancen aus, nutzt diese beim Start zu Lauf 1 auch und reisst die Führung vor Scheiwiller, Dupasquier, Markus Volz (KTM), Götz und Petard sofort an sich. Der Druck auf Scheiwiller steigt massiv: «Ich hatte die Wahl, zu gewinnen oder weiter zu verlieren! Da wollte ich offensichtlich zu viel.» Auf dem staubigen Asphalt nach dem Geländeteil stürzt der Hoffnungsträger, als er seine Yamaha zu früh ans Gas nimmt.

Genervt macht sich Scheiwiller sofort wieder auf die Verfolgung, kämpft sich vom sechsten auf den vierten Platz vor, bevor ihn zwei weitere Stürze erneut ­zurückwerfen. Statt Punkte gutzumachen, verliert der Ostschweizer mit Platz 9 den Anschluss. Bidart gewinnt vor Dupasquier, dem Deutschen Volz, dem Franzosen Thomas Verscheure (Honda) und dem Deutschen Julian Becher (Kawasaki). Götz ist mit Platz 7 zweitbester Schweizer. Bidart, der klare Leader der französischen Meisterschaft, ist nach diesem Sieg auf bestem Weg, auch die Schweizer Krone zu erobern. Bidart: «Cyrill ist noch jung. Die Fehler, die er gerade macht, habe ich vor Jahren auch gemacht – das nennt sich Erfahrung...


Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 18/2010, das ab 2. September 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…

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